Grosse Titelansicht

Beiträge von A. Fröhlich, M. Haas, A. M. Lütteken, W. Röben de Alencar Xavier, V. von Fellenberg, B. von Waldkirch.

276 Seiten, 84 Farbtafeln und 59 Farbabbildungen.
24,5 × 28 cm. Klappenbroschur.
München, 2010.

ISBN: 978-3-7774-2451-4

45,00 € [D] | 63,90 SFR [CH]

 

Idyllen in gesperrter Landschaft

Zeichnungen und Gouachen von Salomon Gessner

Hrsg. Bernhard von Waldkirch
Sofort lieferbar.

Salomon Gessner (1730 –1788) verbrachte den grössten Teil seines Lebens als Maler, Dichter, Verleger, Politiker und Familienvater in Zürich. Seine gemalten Ideallandschaften und gezeichneten Naturstudien weisen ihn als stilsicheren Maler aus, der dem Traum der beseelten Natur gekonnt Ausdruck verlieh.

Salomon Gessner war zu Lebzeiten ein gefeierter Malerpoet, dessen Werke in über zwanzig Sprachen übersetzt wurden. In Europa, in Nord- und Südamerika, aber auch in Russland, Armenien und im Kaukasus las man seine raffiniert naiven, den Idea­len der Aufklärung verpflichteten »Idyllen« mit Begeisterung. Im »Brief über die Landschaftsmalerei« (1770) kritisierte er den Dilettantismus seiner Zeit und legte sich einen Plan zurecht, der, wie er hoffte, auf dem kürzesten Weg zur Meisterschaft führt. Als Maler wie als Zeichner war Gessner wesentlich an der Entwicklung einer nahsichtigen und gesperrten Stimmungs­landschaft beteiligt. Seine Kompositionen wollten nicht durch Kunstfertigkeit ­über­reden, sondern durch innere Wahrhaftig­keit die eigene Kreativität befördern.
Die Ausstellung rekonstruiert das einst berühmte »Gessnerische Gemälde-Kabinett«. Diese erste, öffentlich zugängliche Kunst-Sammlung in Zürich, die sowohl die ­Koa­litionskriege als auch die Wirren der Helvetik überlebte, wurde von der Stadt 1818
an die Zürcher Kunstgesellschaft als Dauerleihgabe überreicht. Damit wurde bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts der Grundstein zur heutigen Kunsthaus-Sammlung gelegt.
Der Katalog zeigt in ganzseitigen Abbil­dungen Werke von Gessner und geht auch auf die Künstler ein, die sich mit Gessner auseinander­setzten.


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