Grosse Titelansicht

340 Seiten, 21 Tafeln in Farbe, 9 in Schwarz-Weiß, 73 Abbildungen in Farbe und 43 in Schwarz-Weiß
23,5 × 29 cm, gebunden
München, 2012

ISBN: 978-3-7774-4701-8

Als Paket zusammen mit dem Band »Friedrich der Große. Die Ausstellung« mit der ISBN 978-3-7774-5141-1 zum Paketpreis von 65,- € I 86,90 SFR

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Friederisiko – Friedrich der Große

Die Essays

Hrsg. von der Generaldirektion der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg
Sofort lieferbar.

Friedrich der Große war ein Genussmensch: Er liebte ungarische Weine, frühe Kirschen und englische Pferde. Dies belegen die Schatullrechnungen, also die privaten Ausgaben Friedrichs, die bisher nicht bekannt waren. Sie werfen ein neues Licht auf den Preußenkönig, der als besonders sparsam galt und es vielleicht doch nicht war. Diese Widersprüche der Person Friedrichs stehen im Mittelpunkt der einzigartigen Ausstellung „Friederisiko“. Anlässlich seines 300. Geburtstags widmet ihm die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg die große Schau im Neuen Palais Potsdam und im Park Sanssouci. Ein Band mit ausgewählten Essays über Friedrich II. ist begleitend dazu beim Hirmer Verlag erschienen. Darin fließen neue Erkenntnisse und Einsichten der Forschung zum Preußenkönig zusammen.

Friedrich der Große in der Geschichte

Friedrich der Große arbeitete unermüdlich für das Wohlergehen Preußens, er lebte sparsam und diszipliniert und führte Preußen mit seinem militärischen Geschick zu einer europäischen Großmacht – diese Bilder des Königs sind tief verwurzelt im historischen Bewusstsein. Noch im 19. und 20. Jahrhundert galt der Preußenkönig als „markanteste Gestalt der deutschen Geschichte“. Viele Machthaber sahen in ihm den genialen Feldherrn und Politiker. Man verehrte ihn als Modernisierer und Aufklärer, der die preußischen Tugenden lebte: Fleiß, Sparsamkeit, Leistungswillen.

Wer Friedrich der Große wirklich war, trat lange Zeit in den Hintergrund. Erst die neuere Forschung stellt die Person und den Charakter des Königs in den Mittelpunkt und erkennt: „Er ist nicht mehr das ‚göttergleiche‘ Genie, als das ihn das 19. und noch das 20. Jahrhundert präsentierte … Er ist ein Mensch, der lernen und reifen musste, ein Mensch mit Stärken und Schwächen, wie es natürlich ist.“ Die Ausstellung „Friederisiko“ im Neuen Palais in Potsdam stellt deshalb den Menschen Friedrich in den Mittelpunkt. Begleitend zur Ausstellung erschien der gleichnamige Essayband mit den neuesten Forschungsergebnissen über Friedrich den Großen.

Friedrich der Große und seine Selbstinszenierung

Friedrich trug wesentlich zu seiner Verklärung bei, indem er seinen Ruhm und seine Größe selbst inszenierte – das steht für die Historiker heute fest. „Friedrich der Große verstand es wie kein Zweiter, sich auf der Bühne der Regenten in Szene zu setzen“, heißt es dazu in einem Essay. Als Zeichen seines Ruhmes und seines Triumphs ließ er nach dem Siebenjährigen Krieg das Neue Palais in Potsdam bauen. Exotische Schildpattmöbel, edle Kristallleuchter und feinstes Meißner Porzellan zeugen von einem Luxus, der seiner berüchtigten Sparsamkeit gegenübersteht. Auch wenn es um seinen Führungsanspruch ging, war dem König kein Preis zu hoch.

Seinen Hang zur Verschwendung und Genusssucht zeigen auch die sogenannten Schatullrechnungen – darin sind die privaten Ausgaben des Königs aufgeführt. Friedrich der Große gab mehr Geld für teure Weine, Obst und Pferde aus, als bisher angenommen. Für frühe Kirschen zahlte er schon einmal bis zu einem Taler pro Stück. Insgesamt kostete ihn dieser süße Genuss mehr als das Fünffache des Gehalts seines Hofgärtners pro Jahr. Erst die jüngere Forschung entdeckte die Schatullrechnungen als interessante Quellen wieder. Sie belegen eindrucksvoll: Das Bild, das die Öffentlichkeit vom König hatte, stimmte selten mit der Realität überein.

Friedrich der Große im Essayband

Der Essayband „Friederisiko. Friedrich der Große“ enthält 21 ausgewählte Aufsätze von Experten, die die gegenwärtige Forschung zum Preußenkönig vorstellen. Die Texte entstanden im Rahmen der Konferenzreihe „Friedrich300“ im Auftrag der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG). Sie vermitteln Aspekte über den Menschen Friedrich, die bisher unbeachtet blieben. Damit ermöglichen sie neue und zeitgemäße Zugänge zur Persönlichkeit des Königs. Mehrere Aufsätze widmen sich der Selbstdarstellung des Preußenkönigs: „Wie wird man als König zum Philosophen?“, fragt der Historiker Andreas Pe?ar. Über die militärische Größe Friedrichs reflektiert Marian Füssel.

Zahlreiche Abbildungen von Porträts, Skulpturen, Bauplänen, Handschriften und Fotografien veranschaulichen die Themen der Essays. Ein umfangreiches Literaturverzeichnis schließt den Essayband ab. Tauchen Sie ein in die Welt Friedrichs des Großen und erleben Sie den Menschen hinter dem Monarchen, so wie ihn die heutige Wissenschaft sieht: vielseitig begabt und voller Widersprüche.


Friederisiko - Friedrich der Große - Die Ausstellung:

Friederisiko – Friedrich der Große

Friederisiko – der Katalog zur Ausstellung und der Essayband im Paket


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