Grosse Titelansicht

276 Seiten, farbiges Ausstellungsverzeichnis, 99 Farbtafeln, 16 Abbildungen in Farbe und 5 in Schwarz-Weiß
24 x 28 cm, Halbleinen

ISBN: 978-3-7774-5131-2

Sonderausgabe.
Früher: 39.90 € [D] | 51.90 SFR [CH]

19,90 € [D] | 27,90 SFR [CH]

Müde Helden

Ferdinand Hodler - Aleksandr Dejneka - Neo Rauch

Hrsg. Hubertus Gaßner & Markus Bertsch & Daniel Koep
Noch nicht lieferbar. Sie können diesen Titel vormerken. Ab Juni lfb.

Auch für Nichtbesucher d. Ausstellung: Die Konstellation der Bilder wird im Zusammenhang d. einzelnen Räume wie in einem Fotoalbum dokumentiert. (Neue Zürcher Zeitung)  

Die drei Künstler der Ausstellung (noch bis 13.5.12 in der Hamburger Kunsthalle), Ferdinand Hodler, Aleksandr Dejneka und Neo Rauch, stehen im 20. Jahrhundert für die Geschichte der Utopie des »Neuen Menschen« von seinem Entwurf bis zu seinem Scheitern bzw. Nachleben. Sie verkörpern mit ihrem künstlerischen Werk exemplarisch die drei Etappen, in denen sich dieser Prozess vollzieht.

Den Anfang des 20. Jahrhunderts markiert die Bewegung der Lebensreform, die sich einerseits aus Ideen der Romantik speist und andererseits profanierte christliche Motive der Geburt des »Neuen Menschen« reaktiviert. Der Schweizer Künstler Ferdinand Hodler (1853–1918) ist einer der maßgeblichen künstlerischen Exponenten dieser Bewegung. In einem artifiziell hergestellten Einklang mit der Natur rhythmisieren seine monumentalen Figuren die Bildfläche mit silhouettenhaften Ausdrucksgebärden. Einer der bislang bedeutendsten Nachfolger von Hodler ist der russische Maler Aleksandr Dejneka (1899–1969), der sich in seinen Bildmotiven, aber auch in der Körpersprache und der Modellierung seiner Personen an den eurythmisch bewegten Figuren des Schweizers orientiert, diese jedoch in prosperierenden Industrielandschaften situiert. Der in der DDR aufgewachsene und ausgebildete Maler Neo Rauch (*1960) greift schließlich den von Hodler und Dejneka geprägten Typus des »Neuen Menschen« wieder auf. Jedoch überspitzen seine Figuren den schon bei beiden Vorgängern erkennbaren Zug zur Handlungshemmung, der in ein perspektiv- und zielloses Hantieren in absurden Konstellationen mündet. Die Utopie des »Neuen Menschen« verkehrt sich hier in eine Absage an die Fortschrittsgläubigkeit und an jegliche Ideologie.

"Er ist der Malerstar der Leipziger Schule: Neo Rauch." (Focus online)

"Selten hat eine Ausstellung eine so konkrete und doch unerwartete Schneise quer durch ein Jahrhundert der Bilder geschlagen und die motivischen und bildkompositorischen Parallelen und Verschiebungen mit so einleuchtenden Gegenüberstellungen belegen können." (Spiegel online)  


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