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Grosse Titelansicht Beiträge von Susanne Fischer, Hazim al-Sharaa, Atiaf Alwazir, Raghda al-Halawany, Maryam Hassan, Sabry Khaled, Zainab al-Khawaja, Raed Rafei, Tiare Rath, Ulrich Wilmes, Razan Zeitouneh 160 Seiten, 53 Farbtafeln ISBN: 978-3-7774-5581-5 29,90 € [D] | 40,00 SFR [CH] |
News – The Televised Revolution
Monika Huber – Susanne Fischer
Sofort lieferbar.
Monika Huber verarbeitet die Bilderflut aus den Fernsehnachrichten auf eigene Weise: Die Künstlerin fotografiert Nachrichtenbilder aus den Krisengebieten der Welt und verfremdet sie mit malerischen Mitteln. In ihren Werken setzt sie sich kritisch mit der Berichterstattung über die Konflikte im Nahen Osten und in Nordafrika auseinander. Dabei stellt sie Fragen nach dem Informationsgehalt von Bildern und ihrer Funktion für die Meinungsbildung. Eine Auswahl ihrer faszinierenden Schwarz-Weiß-Kunstwerke ist jetzt im Kunstbuch „News. The Televised Revolution“ im Hirmer Verlag erschienen.
Monika Huber und die abstrakten Nachrichtenbilder
Monika Huber bearbeitet Fernsehbilder von der Revolution im Nahen Osten und in Nordafrika: Schemenhafte Gestalten, meist in Schwarz-Weiß mit wenigen Farbakzenten mitten in der Bewegung eingefroren. Die Bilder der Münchner Künstlerin verstören. Gleichzeitig machen sie neugierig auf ihr Anliegen.
In ihrem Werk setzt sich Huber kritisch mit der Berichterstattung über gewalttätige Konflikte in den Fernsehnachrichten auseinander. Sie wirft Fragen nach dem Informationsgehalt und der Authentizität von Nachrichtenbildern auf: „Wie lassen sich die Bilder noch klar voneinander unterscheiden und Ereignissen zuordnen? Wieweit kann man den Bildern trauen? Wie verarbeitet man die gesehenen Bilder?“
Einige der ungewöhnlichen Werke Hubers sind in der Ausstellung „Bild gegen Bild“ im Haus der Kunst in München zu sehen. Das Kunstbuch „News. The Televised Revolution“ mit einer Sammlung ihrer abstrakten Bilder ist jetzt im Hirmer Verlag erschienen.
Monika Huber und das Projekt „Einsdreißig“
Monika Huber erlebte die Nachrichtenflut vom Widerstand gegen die Regime in Ägypten, Libyen, dem Jemen, Jordanien und Syrien im Jahr 2011 mit gemischten Gefühlen: Ihre Anteilnahme am Schicksal der Menschen, die gegen die politischen und ökonomischen Machtverhältnisse demonstrierten, war groß. Doch sie betrachtete die Fernsehbilder zunehmend kritisch. Was sie sah, ähnelte sich zum Teil so sehr, dass es sich weder einem bestimmten Ort noch einer eindeutigen Quelle mehr zuordnen ließ.
Die Künstlerin nahm die Ereignisse rund um den Arabischen Frühling zum Anlass für ihr Projekt „Einsdreißig“. Der Titel bezieht sich auf die Zeit von einer Minute und dreißig Sekunden. So lange dauert ein Bildbericht in der „Tagesschau“ oder in „Heute“. Zunächst fotografierte sie Nachrichtenbilder direkt vom Fernseher ab. Daraus wählte sie einzelne Bildausschnitte aus und druckte diese mit dem Tintenstrahldrucker auf Zeichenpapier aus.
Diese Bilder bearbeitete Monika Huber mit schwarzen und weißen Farben. Die Druckertinte und die Übermalung wusch sie anschließend in der Badewanne teilweise wieder aus. Das so verfremdete Bild fotografierte sie erneut ab. „Durch Kombination der mechanischen Bildreproduktion mit einer subtilen malerischen Bearbeitung erscheint das Bild aus dem Fluss der Bewegung herausgefiltert“, heißt es dazu im Band. Zwar sind die abgebildeten Ereignisse noch zu erkennen oder zumindest zu erahnen, aber sie lassen sich nicht mehr eindeutig lokalisieren.
Das Kunstbuch „ News. The Televised Revolution“
Das 160-seitige Kunstbuch „News. The Televised Revolution“ enthält eine Auswahl von 53 Bildern der Künstlerin Monika Huber. Die ausdruckstarken Werke – zum Teil auf Doppelseiten – ziehen den Betrachter in ihren Bann. Ausgewählte Texte der Journalistin Susanne Fischer, die den Arabischen Frühling selbst erlebt und darüber berichtet hat, ergänzen die Abbildungen. Außerdem kommen Online-Aktivisten, Menschenrechtler und Journalisten aus Syrien, Bahrein und dem Jemen zu Wort. Die Bilder von Monika Huber und die Texte eröffnen einen neuen und kritischen Blick auf den revolutionären Wandel, der sich derzeit weltweit vollzieht.
Monika Huber konzentriert sich auf Ausschnitte von Fernsehbildern, die sie noch mal druckt und mit wasserlöslichen Schwarz-Weiß-Farben bearbeitet. Druckertinte und Farben werden dann teilweise wieder ausgewaschen. Die Münchnerin sucht das Bild hinter dem Bild. (Welt am Sonntag) – Das sorgfältig gestaltete Buch spiegelt auf beeindruckende Weise die Anteilnahme der beiden westlichen Beobachterinnen und ihr Engagement, mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln auf das Geschehen aufmerksam zu machen, zu sensibilisieren und dem individuellen Schicksal seinen Raum zu geben. (Münchner Feuilleton) – Der Band mit 53 eindrucksvollen Schwarz-Weiß-Bildern gibt einen Einblick in das Schaffen der Künstlerin. Berichte von Journalisten und Online-Aktivisten aus Syrien, Ägypten und dem Jemen ergänzen die Bilder. (Merkur online) – Und so spannt das Buch einen ebenso klugen wie eleganten Bogen von den Tücken der visuellen wie auch schriftlichen Berichterstattung hin zu dem, was, allen Unsicherheiten zum Trotz, Fakt ist. (WDR 3) 
News - The Televised Revolution (englische Ausgabe) und Monika Huber SammlerEdition: |
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